„SOS vom Südpol“

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ZDF-Südamerika-Korrespondent Andreas Wunn erkundet für „planet e.“ das schmelzende Eis der Antarktis

Die Antarktis schien über lange Zeit resistent gegen den Klimawandel zu sein, doch Satellitenaufnahmen haben zuletzt gezeigt: Das Schelfeis taut, unzählige Risse durchziehen den kompakten Eispanzer, wärmeres Meerwasser nagt von unten am Eis. ZDF-Südamerika-Korrespondent Andreas Wunn hat sich für „planet e.“ auf den Weg gemacht, die Situation am „Ende der Welt“ zu erkunden. Seine Reportage „SOS vom Südpol – wenn das Eis taut“ ist am Sonntag, 3. April 2016, 14.45 Uhr, im ZDF zu sehen

Die Antarktis ist die kälteste, trockenste und stürmischste Region unserer Erde und gilt für Polarforscher als eine Art Open-Air-Labor: Unzählige Messstationen registrieren die Kohlendioxid-Konzentration der Luft, die Wassertemperatur sowie die Eisschild- und die Packeisdichte. Der Film von Andreas Wunn begleitet Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, die den Veränderungsprozessen auf der Spur sind. Zum Team gehört die Meeresbiologin Katharina Zacher, die sich den Algen im arktischen Gewässer widmet. Die winzig kleinen Organismen stehen am Anfang der Nahrungskette: Erhöht sich die Wassertemperatur nur im Geringsten, stehen die Algen vor dem Aus.

„planet e.“ folgt diesen und anderen SOS-Signalen aus der Antarktis. Im Dallmann-Labor des Alfred-Wegener-Instituts, das sich auf der argentinischen Antarktis-Station Carlini befindet, wird die Arbeit der Klimatologen, Biologen und Chemiker im Südpolarmeer beobachtet. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn nirgendwo anders auf der Welt wirkt sich eine auch nur geringe Klimaerwärmung bereits so dramatisch aus wie in der Antarktis. Deswegen werden die Daten der Forscher dort gleich an diejenigen weitergereicht, die am Weltklimabericht arbeiten. Was auch deshalb dringend geboten ist, weil der schmelzende antarktische Eisschild mit seinem enormen Eisvolumen durch den Klimawandel zur großen Gefahr für die Weltbevölkerung werden könnte.

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Quellenangabe: „obs/ZDF“

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