Außergewöhnliche Ausstellung „Last Folio“ startet in São Paulo

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Bertelsmann zeigt im UNIBES-Kulturzentrum bis zum 22. Oktober einzigartige Impressionen einstigen jüdischen Lebens in der Slowakei

- Kulturengagement dokumentiert, dass Brasilien für Bertelsmann zu den 
  wichtigsten Wachstumsmärkten gehört 
- Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Medien bei Eröffnungsfeie

 

In Anwesenheit der Künstler und geladener Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Medien ist am Donnerstagabend im UNIBES-Kulturzentrum zu São Paulo die Wanderausstellung „Last Folio“ feierlich eröffnet worden. Das internationale Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen Bertelsmann hat die Ausstellung, die bereits international Erfolg gefeiert hat, erstmals nach Lateinamerika gebracht. Die Wahl des Veranstaltungsorts fiel auf São Paulo, weil Brasilien für das Unternehmen zu den wichtigsten geografischen Wachstumsmärkten zählt.

„Last Folio“ war bereits in mehreren Ländern zu sehen – etwa in Deutschland, den USA, Großbritannien, Russland, der Slowakei und Italien – sowie bei der Europäischen Kommission in Brüssel und der UNO in New York. Nie zuvor wurde die Ausstellung allerdings auf einer so großen Fläche präsentiert wie im UNIBES-Kulturzentrum in São Paulo, das mit seiner spektakulären Architektur die perfekte Bühne für die Exponate bietet. „Last Folio“ öffnet seine Pforten ab heute für das Publikum und lädt die Öffentlichkeit bis einschließlich 22. Oktober zum Besuch ein. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung zeigt 66 einzigartige Aufnahmen des Fotografen Yuri Dojc, der gemeinsam mit der Filmemacherin Katya Krausova die vielleicht letzten Zeugnisse historischer jüdischer Kultur in der Slowakei aufgespürt und künstlerisch festgehalten hat: verlassene Gebäude, religiöse Artefakte und Bücher, aus denen bis zu den Massendeportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten gelesen, gelehrt und gebetet wurde.

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, erklärte: „Bertelsmann ist stolz darauf, eine internationale so breit beachtete Ausstellung dieser Qualität erstmals nach Südamerika zu bringen. Ich freue mich sehr, anlässlich der Eröffnung in Brasilien zu sein. Das Land ist für Bertelsmann ein wichtiger Wachstumsmarkt, auf dem wir sowohl geschäftlich als auch gesellschaftlich eine größere Rolle spielen wollen“, so der Bertelsmann-CEO bei der Ausstellungseröffnung. Dies drücke sich in verstärkten Investitionen, aber auch kulturellem Engagement aus. „Als Medienunternehmen mit einer mehr als 180-jährigen Geschichte ist es uns ein Anliegen, wertvolle Kulturgüter zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“ Die „Last Folio“-Ausstellung transportiere zugleich wichtige historische Botschaften und zeige darüber hinaus auch die generationenübergreifende Kraft von Büchern, so der Bertelsmann-Chef.

Bertelsmann ist seit 40 Jahren in Brasilien aktiv und baut seine Präsenz in dem südamerikanischen Land schrittweise aus. Im Verlagswesen ist das Unternehmen bereits seit seiner Gründung im Jahr 1835 tätig und betreibt heute u.a. die weltweit führende Publikumsverlagsgruppe Penguin Random House, zu der anteilig das brasilianische Verlagshaus Companhia das Letras gehört. Auch mit Servicegeschäften (Arvato), TV-Produktion (Fremantle Media), Musikrechteverwaltung (BMG) und einem Magazinverlag (Motor Press Brazil) ist der Konzern in Brasilien präsent. Im Fokus stehen derzeit vor allem Fonds- und Direktinvestitionen in den dynamisch wachsenden Bildungsbereich des Landes. 2012 eröffnete Bertelsmann ein Corporate Center in São Paulo, um die geschäftliche Expansion weiter voranzutreiben. Das neue Corporate Center koordiniert nun auch die Präsentation der Ausstellung „Last Folio“ in Brasilien.

Das Herzstück der Ausstellung bilden 66 Kunstfotografien sowie Fotos von Zeitzeugen, für die Yuri Dojc und Katya Krausova, die beide 1968 aus der damaligen Tschechoslowakei emigriert waren, ab 2005 in ihre frühere Heimat reisten. Dabei fanden sie Orte, in denen bis vor kurzem noch alles genauso dort lag, wie 1942 zur Zeit der Deportationen. Dojc schuf auf diesen Reisen Fotografien von herausragender ästhetischer Qualität: Sie zeigen zum Beispiel verfallene Bücher und Dokumente, die quasi stellvertretend für die Menschen stehen, die nie mehr zurückkamen. Sie vermitteln eine Vorstellung von der zerstörten jüdischen Welt der Slowakei und mahnen damit, Lehren aus dem Geschehenen zu ziehen und die Erinnerung wach zu halten. Ein dokumentarischer Kurzfilm von Katya Krausova hält Schlüsselszenen der Begegnungen und der Arbeit vor Ort fest.

Katya Krausova erinnert sich an den Moment, als sie erstmals auf die Motive traf, aus denen später die Fotos der „Last Folio“-Ausstellung wurden: „Wir waren in der Slowakei, um Interviews mit einem Holocaust-Überlebenden zu führen, als plötzlich ein evangelischer Gemeindevorsteher an uns herantrat, der uns unbedingt etwas zeigen wollte. Es handelte sich um ein Gebäude, in dem die Zeit seit 1942 stillzustehen schien – eine Gemeinschaftsschule. Die Bücher standen noch in den Regalen, die beiden lange Bänke und die Schreibtische am Kopfende des Raumes waren leer. Und an den Wänden entdeckten wir Inschriften in hebräischer Sprache.“

Ausstellung "Last Folio - Preservando Memórias" 
Eröffnung: 18. August 2016, Dauer: zwei Monate (bis 22. Oktober 2016)
Ort: Unibes Cultural, Rua Oscar Freire, 2500 - Sumaré, São Paulo - SP, 01426-001 
Öffnungszeiten: täglich (außer Sonntag) 10-19 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr), Eintritt frei 

Weitere Informationen, Video- und Bildmaterial finden Sie auf unserer Website unter:                                http://www.bertelsmann.de/news-und-media/specials/last-folio/#st-1

Über Bertelsmann

Bertelsmann ist ein Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen, das in rund 50 Ländern der Welt aktiv ist. Zum Konzernverbund gehören die Fernsehgruppe RTL Group, die Buchverlagsgruppe Penguin Random House, der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, das Musikunternehmen BMG, der Dienstleister Arvato, die Bertelsmann Printing Group, die Bertelsmann Education Group sowie das internationale Fonds-Netzwerk Bertelsmann Investments. Mit 117.000 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 17,1 Mrd. Euro. Bertelsmann steht für Kreativität und Unternehmergeist. Diese Kombination ermöglicht erstklassige Medienangebote und innovative Servicelösungen, die Kunden in aller Welt begeistern.

Quellenangabe: „obs/Bertelsmann SE & Co. KGaA/Denise Andrade“

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