RAPSBLÜTE 2017

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Gelber Klima- und Umweltschützer

Wenn in diesen Tagen auf rund 1,3 Millionen Hektar deutschlandweit der Raps blüht, sind Bienenschwärme und Wind die Basis für die Rapsölproduktion. Sie sorgen für die Bestäubung der Blüten, aus denen sich die Schoten mit Rapskörnern entwickeln. Nach der Ernte im Juli werden diese Saatkörner in Ölmühlen gepresst und es entstehen Rapsöl und Rapsschrot. Letzteres ersetzt als gentechnikfreies Eiweißfuttermittel Soja im großen Umfang. Die dadurch eingesparten Sojaimporte entsprechen einem Anbauumfang von rund einer Million Hektar in Südamerika. So trägt der Rapsanbau in Deutschland auch zum Schutz der Regenwälder bei. Vom Umwelt- zum Klimaschützer wird der Raps dann, wenn er als Biokraftstoff seinen Weg in die Tanks von Pkw und Nutzfahrzeugen findet. Biokraftstoffe wie Rapsbiodiesel dürfen in Deutschland oder in der Europäischen Union jedoch nicht so ohne Weiteres dem Diesel beigemischt werden. Die Richtlinie zur Förderung der Verwendung von erneuerbaren Energien sieht hier konkrete Nachhaltigkeitsanforderungen an die Herkunft der Biomasse, soziale Standards und die Treibhausgasminderung vor. So muss die nachgewiesene Treibhausgasminderung gegenüber fossilem Diesel ab 2018 mindestens 50 Prozent betragen. Kein Problem für Rapskraftstoff, denn im Vergleich zu konventionellem Diesel stößt dieser mindestens 60 Prozent weniger Treibhausgase aus.

Quellenangabe: „obs/UFOP e.V./Andre Heidner“

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