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Die Geheimnisse glücklicher Paare

Alle Menschen und Paartherapeuten weltweit rätseln und forschen um diese Fragen: Was ist es, dass glückliche Paare von jenen, die scheitern unterscheiden? Was machen glückliche Paare anders, welche machen Paare, die sich trennen? Wir haben die Antworten für Sie…

Schon als Kind hat mich diese Thematik fasziniert: Warum bleiben manche Menschen ihr ganzes Leben lang glücklich und verliebt und warum scheitern wiederrum so viele andere? Herausgefunden habe ich es nie. Ich wünschte, ich hätte die Fähigkeiten von John Gottman.

Dieser amerikanische Psychologe und Ehetherapeut kann einem Paar ansehen, ob und wie lange sie zusammenbleiben – und das allein aus der Tatsache heraus, wie ein Paar sich streitet. Drei Minuten lang beobachtet Gottman ein streitendes Paar und kann eine genaue Prognose abgeben, wie lange die Beziehung halten wird. Und seine Voraussagen treffen zu 90 Prozent zu! Mit Glück und Hellseherei hat diese Fertigkeit rein gar nichts zu tun.

Worüber die Paare sich streiten, ist Gottman gleichgültig. Ob über Geld, die Verwandtschaft, vermeintlicher Untreue oder Kleinigkeiten – er beobachtet nur die Streitkultur des Paares. Denn auf Dauer streiten sich glückliche Paare vollkommen anders, als solche die an der Partnerschaft scheitern werden. Wenn ein Streit mit einer Schuldzuweisung beginnt oder dem Partner mit Verachtung und Respektlosigkeit gestraft wird, dann wird die Beziehung laut Gottman die Zeit nicht überstehen.

Glückliche Paare streiten sich zwar auch, zweifelsohne. Manchmal sogar wie die Kesselflicker. Doch die Paare vermeiden im gegenseitigen Umgang miteinander die so genannten fünf apokalyptischen Reiter. Diese sind wie in der Bibel die Vorboten des Untergangs – in diesem Fall der Beziehung.

Der erste apokalyptische Reiter ist die Kritik. Wer oft an seinem Partner herumnörgelt, anklagt oder Schuld zuweist und die Kritik den Partner andauernd persönlich trifft und ihn sogar abwertet, sorgt für Beziehungsstress und womöglich sogar eine Trennung.

Der zweite Reiter ist die Abwehr & die Verteidigung. Nettigkeiten vom Gegenüber können nicht mehr angenommen werden, bei Konflikten wird die Schuld weitergeschoben. Auf Kritik wird verteidigend geantwortet, der Streit eskaliert.

Der dritte Reiter ist die Verachtung. Während man den Partner noch in der Anfangszeit noch als Prinzen auf einem Schimmel sieht, so schlägt diese Bewunderung bald in gesunde Neutralität und in vielen Fällen schließlich in offene oder latente Verachtung um. Wer seinen Partner bewusst verletzt und abschätzig behandelt, wird schnell die Folgen seiner Handlungen zu spüren bekommen. Das Vertrauen und die Liebe bleiben auf der Strecke.

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