Babywunsch: So umschiffen Sie Probleme

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Paaren, bei denen die Lust in die Jahre gekommen ist, raten Sexualtherapeuten sich zum Sex zu verabreden. Sex nach dem Terminkalender? Das klingt zunächst einmal befremdlich. Hinter dem Rat steckt die Idee, zu lernen, dass es auch andere Gründe für Sex geben darf, als die spontane Lust. Zum Beispiel, weil uns der andere vertraut ist, weil wir ihn lieben (aber vielleicht im Moment nicht heiß begehren) oder weil wir seine Berührungen genießen. Die Erfahrungen vieler Sexualtherapeuten zeigen, dass es funktioniert. Und wenn es bei „eingerosteten“ Beziehungen klappt, warum sollte es nicht auch in Sachen Kinderwunsch funktionieren?
„Schatz, wir können!“ Beim Sex an den fruchtbaren Tagen kriegen manche Männer das Gefühl, nur noch „Samenspender“ zu sein. Die Reaktion: Keine Lust mehr auf Sex. In diesem Fall ist es vermutlich einfach besser, wenn Frauen ihr Wissen um ihre fruchtbaren Tage für sich behalten. Ganz nach dem Motto: Was er nicht weiß, macht ihn heiß. Wichtig ist, zu wissen wie der andere tickt – und es zu akzeptieren. Sein „Desinteresse“ am Eisprung bedeutet jedenfalls nicht, dass sein Kinderwunsch nicht groß genug wäre, oder er sie nicht genug liebt. Sehr oft erleben Männer das bewusste Kinderzeugen an den fruchtbaren Tagen als Leistungsdruck. Die Enttäuschung, wenn es nicht geklappt hat, kann auf Männer sehr belastend wirken. Je länger dieser Zustand anhält, desto stärker wird der Leistungsdruck, desto größer kann die Unlust werden.
3. Endlich Schwanger
Je größer die Sehnsucht nach einem Baby, desto ungeduldiger wird nach „Endlich-Schwanger“-Signalen Ausschau gehalten. Mit gutem Grund: Eine Schwangerschaft verändert so einiges im Körper. Wir schalten live in den Eileiter: Schon einen Tag, nachdem Spermium und Eizelle miteinander verschmolzen sind, bildet der Körper das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Chorion-Gonadotropin). Das Hormon bereitet zusammen mit dem Gelbkörperhormon (Progesteron) das Nest in der Gebärmutter vor. Nach einer Woche sucht sich die befruchtete Eizelle dort eine besonders gemütliche Stelle aus, wo der Embryo „schlüpft“ und sich in die Schleimhaut der Gebärmutter „einkuschelt“. Die Gebärmutterschleimhaut (Plazenta) beginnt zu wachsen und wird zum „Mutterkuchen“. Durch diesen ernährt die Mama den winzigen Spross ab sofort. Die Plazenta hat aber noch eine andere Funktion: Sie produziert zunächst verstärkt das hCG, das in dieser frühen Phase der Schwangerschaft die Produktion von Progesteron und Östrogenen im Gelbkörper ankurbelt.
Der verstärkte Ausstoß von Progesteron sorgt für einige Veränderungen: Die Entwicklung der Brustdrüsen wird angeregt, es „weicht“ die Bänder und Muskeln des Bauches auf, verdickt den Zervixschleim und erhöht die Körpertemperatur um etwa 0,5 Grad. Die Anstrengungen von Mamas Körper, dem „Krümelchen“ für die nächsten neun Monate ein sicheres und gemütliches Zuhause zu bieten, bleiben oft nicht unbemerkt: Müdigkeit bis zur Erschöpfung gehört zu den frühen Anzeichen einer Schwangerschaft. Auch andere bekannte Signale gehen mit großer Sicherheit auf hormonelle Veränderungen zurück, etwa die berühmte morgendliche Übelkeit, Schwindelgefühle, Heißhungerattacken, verändertes Hautbild usw.
Allerdings treten diese Signale nicht immer und zuverlässig auf. Was die Sache außerdem schwierig macht: Sie unterscheiden sich nicht nur von Frau zu Frau, sondern können sogar bei jeder Schwangerschaft derselben Frau verschieden sein. Sicherheit gibt tatsächlich erst ein Schwangerschaftstest. Er weist das hCG im Urin bzw. im Blut nach.
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