So übersteht Ihr Auto den Frost

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Bei klirrender Kälte zehn Grad unter dem Gefrierpunkt wird das Umdrehen des Zündschlüssels jeden Morgen zur Zitterpartie. Wir verraten Ihnen einige Tricks, wie Sie sich am besten gegen kältebedingte Autopannen schützen können.
Der Winter hat auf den letzten Metern noch einmal tief Luft geholt und Deutschland in eisige Kälte gehüllt. Bei nächtlichen Temperaturen bis zu 20 Grad unter dem Gefrierpunkt hisst so manch ein Autormotor am Morgen die weiße Flagge. Wir verraten Ihnen, was Sie tun können, wenn Ihr Auto aufgrund der Kälte streikt.
Batterie im Kälteschock
Scheiben und Autodach von Eis und Schnee befreien, schnell rein ins hoffentlich bald warme Gefährt und ab auf die Piste – doch: Der Motor springt nicht an. Der Wagen muss mit fremder Hilfe gestartet werden. Obligatorisch: ein Starthilfekabel im Kofferraum, hoffentlich auch nicht weit: ein netter Helfer, der sein Fahrzeug zur Verfügung stellt. Damit es erst gar nicht so weit kommt, gilt es vorzusorgen: Batterien, die älter als vier Jahre sind, sind unter Umständen nicht mehr voll leistungsfähig. In Kombination mit einer kältebedingt verringerten Batteriekapazität – bei minus 10 Grad sinkt die Kapazität auf 65 Prozent – wird Frost damit zu einem hohen Risiko für Autofahrer. Ältere Batterien sollten daher überprüft und die Pole gesäubert werden, um den Kontakt zu den Polklemmen zu fördern und Kriechströme zu vermeiden. Außerdem hilfreich: ein regelmäßiger Ölwechsel, denn Motoröl wird bei Minusgraden zäh und erschwert so zusätzlich das Drehen des Anlassers. Wer wirklich sicher gehen will, kann die Batterie vor dem Auskühlen schützen, indem er sie über Nacht mit in die Wohnung nimmt.
Tipps für Dieselfahrer
Besonders Dieselfahrer haben im Winter ein zusätzliches Problem. Denn Diesel verträgt sich nicht mit bitterer Kälte. Im Gegensatz zu Benzin, das Temperaturen bis über 40 Grad minus standhält, ist bei handelsüblichem Winterdiesel bei maximal 22 Grad minus Schluss. Dann bilden sich Paraffinkristalle, die den Kraftstoff geleeartig werden lassen und schließlich den Kraftstofffilter verstopfen. Mit Glück kann dann das Aufwärmen des gesamten Kraftstoffsystems in einer warmen Garage helfen, möglicherweise muss aber auch der Kraftstofffilter ausgetauscht werden. Wer dem sogenannten Versulzen vorbeugen möchte, kann einen Kraftstoffvorwärmer einbauen lassen. Weniger aufwändig: Im Zubehör-Handel gibt es Mittel, die Dieselkraftstoff winterfester machen. Das beste „Zubehör“ ist allerdings auch hier eine Garage. Schon ein windstiller Stellplatz kann sich positiv auswirken.
Auf ausreichenden Frostschutz achten
Alles, was flüssig ist, hat ein potentielles Problem mit Kälte. Daher gilt: Zur winterlichen Vorsorge gehört auch immer ein ausreichender Frostschutz. So sollte es die Kühlflüssigkeit des Motors mit Temperaturen von minus 25 Grad aufnehmen können. Kontrollieren lässt sich die Frostschutzkonzentration mit handelsüblichen Frostschutzprüfern oder an der nächsten Tankstelle. Genügt der Schutz nicht, empfiehlt es sich, stets das vom Hersteller empfohlene Mittel zum Auffüllen zu verwenden, da ein Mischen verschiedener Fabrikate zum Verklumpen führen kann. Um eine klare Sicht zu gewährleisten, gehört auch in die Scheibenwaschanlage die richtige Menge Frostschutz. Das Mischungsverhältnis kann auf den im Handel erhältlichen Mitteln nachgelesen werden.
Spray, Pulver und Enteiser – welche Mittelchen öffnen Autotüren?
Wer nicht vor verschlossenen Türen stehen möchte, kann vorbeugen, indem er die Gummidichtungen der Autotüren regelmäßig mit Talkum oder Silikonspray behandelt, um so ein Festfrieren am Fahrzeug zu vermeiden. Auch Türschlösser können einfrieren. Dagegen helfen Grafitpulver und -spray oder Schloss-Öl. Damit keine Feuchtigkeit ans Schloss gelangt, sollte dieses bei der Autowäsche abgedeckt werden. Außerdem empfiehlt es sich, Schloss und Schlüssel vor dem Aufschließen mit einem Taschentuch abzuwischen. Lässt sich der Autoschlüssel nicht mehr umdrehen, hilft ein Türenteiser, den gibt es flüssig oder batteriebetrieben für einen bis fünf Euro. Im Notfall kann der Schlüssel mit einem Feuerzeug erwärmt werden, das allerdings sollte nicht zum Regelfall werden.
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