Von der Liebhaberin zur Expertin: „Der ultimative Bier-Guide” von Sünje Nicolaysen

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Am 23. April wird jährlich der „Tag des Deutschen Bieres“ gefeiert.  Für die Hamburger Journalistin Sünje Nicolaysen Anlass genug, sich näher mit dem Getränk zu beschäftigen – und historische wie regionale Fakten, eigene Erfahrungen und wissenswerte Infos in einem Buch zusammenzutragen. Vor allem aber auch, um zu zeigen: Bier schmeckt nicht nur Männern.  In Zeiten von Gin Tonic & Moscow Mule sorgt der „Der ultimative Bier-Guide“ für Abwechslung – und macht nicht nur Frauen zu Bier-Profis.

Bier ist von einem bloßen Durstlöscher zum Lifestyle-Getränk geworden: Statistisch gesehen kommt heutzutage jede Woche mindestens ein neues Bier auf den Markt. Allein in Deutschland gibt es inzwischen rund 1.400 Brauereien, die etwa 6.000 verschiedene Biere brauen. Pils, Pale Ale, Roggenbier, Gose, Bockbier,Porter… um nicht den Überblick zu verlieren oder einfach nur, um mehr über Bier zu erfahren, liefert „Derultimative Bier-Guide“ der Hamburger Journalistin Sünje Nicolaysen Fakten, Empfehlungen undHintergrundwissen rund um der Deutschen liebstes Getränk, dem mit dem „Tag des Deutschen Bieres“ am 23.April ein besonderer Feiertag gewidmet ist.

Das vom Künstler Ole Schleefs liebevoll illustrierte Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Biergeschichte. „Auf den Brauprozess in der Brauerei oder in der heimischen Küche wird ebenso eingegangen wie auf die populäre Craft-Beer-Bewegung“, sagt die Autorin über den Inhalt und führt aus: „Das Buch bringt dem Leser verschiedene Bierstile von Kölsch über Lambic bis hin zu Stout näher, liefert historische Daten rund um das Getränk und gibt Informationen zu Hopfensorten, Flaschendesigns und regionalen Besonderheiten.“Mit wissenswerten Fakten rund um die optimale Trinktemperatur und richtige Glaswahl sowie Beer-Food- Pairing macht das Buch Bierliebhaber zum absoluten Experten. Anti-Kater-Tipps, Bier-Rezepte und alternative Ideen zum Flaschenöffner sorgen zusätzlich für eine optimale Vorbereitung auf das nächste Bier.

Dazu beantwortet die Autorin Sünje Nicolaysen 5 Fragen:

1. Als Frau über Bier schreiben – wie kommt man auf die Idee?

Tatsächlich trinke ich schon immer gerne Bier, allerdings lange Zeit klassisch norddeutsch: Pils aus der Flasche. Als es vor ein paar Jahren plötzlich gefühlt an jeder Theke die neuen Biere, also Craft Beer, gab, wollte ich es nicht nur probieren sondern auch mehr darüber erfahren. Da ich für mich kein passendes Buch gefunden habe, dachte ich mir: „Schreib ich’s eben selbst!“. Es ist oft hilfreich, wenn jemand etwas erklärt, der es selbst (gerade) gelernt hat. Und so hab ich mich danneinfach an die Arbeit gemacht, einen Verlag gesucht und losgeschrieben.

2. Welche Erfahrungen und Einblicke hast du auf dem Weg zum fertigen Buch gewonnen?

Um fachlich auf der sicheren Seite zu sein, habe ich mir von Anfang an Unterstützung von verschiedenen Brauern, Bier- Sommeliers und Bier-Experten eingeholt. Die Hilfsbereitschaft war jedes Mal enorm, und ich hatte nie das Gefühl, dassman mich schief anguckt, weil ich mich als Außenstehende (und dann auch noch als Frau) an das Thema „Bier und Brauen“traue.

3. Warum ist Bier die bessere Alternative zu Wein, Gin Tonic, Moscow Mule & Co?

Das darf man eine Bierbuch-Autorin natürlich nicht fragen, denn da hab ich unzählige gute Antworten drauf. Was ich am Bier aber schon immer gern mochte: Es ist ein sehr unkompliziertes, unaufgeregtes Getränk, das doch so vielseitig sein kann. Und wer sich als passionierter Weintrinker mal auf die neuen (bzw. uralten, wiederentdeckten) Bierstile einlässt, wird sicherlich überrascht sein, welche Aromen man entdeckt. Über 2000 Aromen stecken in Bier – das sind übrigens mehr als in Wein.

4. Welches ist dein Lieblingsbier?

Das werde ich oft gefragt, und ich finde es schwierig, mich da festzulegen. Für mich ist das abhängig von der Jahreszeit, meiner Stimmung und dem Anlass. Ich denke da eher in Bierstilen. Im Winter trinke ich zum Beispiel gern mal ein dunkles Bier, wie zum Beispiel ein Stout oder ein Schwarzbier, während ich im Sommer hellere Biere wie Pils, IPA und auch mal eine Gose trinke. Letzteres ist übrigens ein alter ostdeutscher Bierstil, der mit Salz und Koriander gebraut wird.

5. Wo geht der nächste Trend mit Blick auf Bier hin?

Die Hefe wird dem Hopfen zum Teil den Rang ablaufen und als Rohstoff eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Das heißt, statt IPAs in allen möglichen Varianten zu brauen, experimentieren immer mehr Brauer mit der Aromen-Vielfalt neuer Hefesorten. Für alle Craft Beer-Skeptiker: Klassischen Bierstilen wie Pils oder Helles wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt, sie werden mit modernen Hopfensorten oder regionalem Malz neu interpretiert. Auch immer wichtiger: alkoholfreie Biere! Und was mich sehr freut: Beer-Food-Pairing spielt eine immer größere Rolle. Ob nun Bier zu Käse, Schokolade oder zu einem Menü – aufgrund der großen Vielfalt lassen sich Biere wunderbar zu Speisen kombinieren. Vielleicht wird mir in Restaurants demnächst mal ein passender Bierstil zur Menüwahl empfohlen?

Quelle: Pi Gute Leude Fabrik, Bild: CécileAsh

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