Der Ramen-Ratgeber: Daran erkennt man die perfekte japanische Nudelsuppe

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Wer Omas Hühnersuppe liebt, jedoch auch gern mal in exotisch-kulinarische Welten vordringt, der sollte sich an der japanischen Variante versuchen! Ramen, die früher noch Japans Arme-Leute-Essen war, macht sich heute sowohl in der vielfältigen Restaurant-Szene der großen und kleinen Städte als auch den Bäuchen der Deutschen breit. Sinah Titzmann von der Food-Plattform speisekarte.de erklärt, woran man eine gute Ramen-Suppe erkennt und nennt einige der beliebtesten Ramen-Spots in Deutschland.

Daran erkennt man gute Ramen
Entscheidend für eine gute Qualität der Ramen-Suppe sind frische und selbstgemachte Zutaten sowie das zügige Anrichten. Der wichtigste Bestandteil? Die Nudeln! Und natürlich die Brühe! Wer sich bei der Wahl seiner Ramen an den folgenden Kriterien orientiert, wird nicht enttäuscht:
1. Die Nudeln: Die langen Nudeln werden aus Weizenmehl und Salzlaugenwasser, auch Kansui genannt, hergestellt. Das kalium- und carbonhaltige Wassergemisch verleiht der Nudel ihre gelbe Farbe und den unverwechselbaren Geschmack. Insgesamt werden vier Grundtypen unterschieden: Die frischen Namamen, die getrockneten Kansōmen, die gedämpften Mushimen und Instutanto Rāmen, Instant-Ramen-Nudeln. Natürlich sollten die Nudeln in jeder guten Ramen-Bar selbst gemacht sein. Wer sich nicht sicher ist, einfach in der Küche nachfragen!
2. Die Brühe wird in vier verschiedenen Varianten angeboten. Shoyu-Ramen werden mit japanischer Sojasauce zubereitet. Miso-Ramen werden aus einer Paste fermentierter Sojabohnen gewonnen, die auch schon aus dem ersten Gang eines Sushi-Menues bekannt ist. Salz ist die Basis für die dritte Variante der Brühe für Shio-Ramen. Die im Südwesten Japans typische Tonkotsu-Brühe wird aus ausgekochten Schweineknochen gewonnen.
3. Fleisch und Fisch: Tonkotsu-Ramen ist durch die ausgekochten Schweineknochen bereits fleischlastig. Wer hier noch etwas mehr mag, kann sich zu seiner Ramen diverse Fleisch- und Fischsorten bestellen. Von gehacktem Hühnerbrustfilet, über geschmortes Schweinefleisch bis hin zu gebackenem Fisch oder Garnelen, je nach Geschmack lassen sich Fisch oder Fleisch mit der jeweiligen Brühe kombinieren.
4. Die Zutaten-Checkliste kann je nach Restaurant und Geschmack erweitert werden, aber was definitiv auf keiner Speisekarte fehlen sollte, sind gekochte oder gebratene Eier sowie Seetang, Frühlingszwiebeln, Shiitake Pilze, Kimchi, getrocknete Tomaten und Mais. Zu guter Letzt wird die Suppe mit Sesam, Nori Pfeffer, Habanero-Chili und Knoblauch abgeschmeckt.
5. Geschmack: Umami ist japanisch und bedeutet so viel wie Schmackhaftigkeit. Neben den grundlegenden Geschmackswahrnehmungen wie süß, sauer, salzig und bitter, bildet umami die fünfte Geschmacksrichtung und steht für Würziges, Salziges und Wohlschmeckendes. Umami verleiht der Ramen ihren unverwechselbaren Geschmack und lässt nur die wenigsten Feinschmecker kalt.
6. So isst man die japanische Suppe: Das kulinarische Abenteuer aus Fernost wäre nur halb so spannend, wenn den Restaurantbesucher beim Essen nicht auch dieses ganz besondere Flair umgeben würde. Hierzu zählen zum einen die tiefe Ramen-Schale und der tiefe Löffel, Stäbchen, asiatische Deko und – gerade zum Mittagstisch – ein bisschen Hektik. Zudem gehört eine Geräuschkulisse, die sich durch lautes Schlürfen auszeichnet, zum guten Ton. So kann die Brühe abkühlen und der Geschmack entfaltet sich. Darüber hinaus steckt dahinter noch ein Aberglaube, denn die Ramen-Nudel abzubeißen verheißt Unglück!

Die beliebtesten Ramen-Bars Deutschlands

Was es in Japan an jeder Straßenecke zu kaufen gibt, erobert in Deutschland langsam die oberen Ränge der Food-Beliebtheitsskala. Die Trendscouts von speisekarte.de haben vier beliebte Restaurants für Ramen-Suppe recherchiert:
  • Stuttgart: Das Tokio Dining zählt zu den absoluten Favoriten der Stadt. Das authentisch eingerichtete Restaurant im Osten der Stadt, geführt von Keiko Allgeier, lädt zu einer kulinarischen Reise durch Fernost ein. Neben Sushi und Donburi-Gerichten, gibt es hier die beliebte und reichhaltige Ramen-Suppe.
  • Nürnberg: Hier geht man ins Ramencado. Die Bar produziert ihre Nudeln und Brühen täglich frisch. Das Besondere: Ramencado kombiniert seine Nudelsuppe mit Avocado und verleiht ihr damit einen ganz individuellen Schliff.
  • Mannheim: MoschMosch und “Willkommen im Land der Nudeln” heißt es in Mannheim, wenn Abwechslung zum eigenen Süppchen her muss. In dem stylisch eingerichteten Restaurant lässt es sich besonders gut Schlürfen!
  • Hamburg: Im hohen Norden empfiehlt sich THE RAMEN. Das Team bietet vier verschiedene Brühen an: Miso, Shoyu auf Sojasoßenbasis, Shio mit Salz und die cremige, dichte Tonkotsu auf Schweineknochenbasis. “Egal ob fix zum Snacken oder gemütlich zum Schnacken. THE RAMEN geht immer.”

Quelle: PI Speisekarte.de

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